Eine einzelne Deckenleuchte in der Raummitte – so sieht die Beleuchtung in vielen Wohnzimmern aus. Das Ergebnis ist meist flaches, ungemütliches Licht. Dabei entscheidet kaum etwas so stark über die Atmosphäre eines Raumes wie das Licht. Mit einer durchdachten Lichtplanung schaffen Sie Wärme, Tiefe und Funktion. Diese Anleitung führt Sie durch die wichtigsten Schritte.
Das Prinzip der Lichtebenen
Gutes Wohnlicht entsteht nie aus einer einzigen Quelle, sondern aus dem Zusammenspiel mehrerer Ebenen. Profis unterscheiden vier Arten von Licht, die zusammen ein stimmiges Bild ergeben:
- Grundbeleuchtung: sorgt für gleichmäßige Helligkeit und Orientierung im Raum
- Akzentlicht: setzt Bilder, Regale, Pflanzen oder Nischen gezielt in Szene
- Funktionslicht: gerichtetes Licht zum Lesen, Arbeiten oder Handarbeiten
- Stimmungslicht: warme, gedimmte Quellen für entspannte Abende
Erst wenn mehrere dieser Ebenen kombiniert werden, wirkt ein Raum lebendig und einladend. Planen Sie deshalb von Anfang an mehrere Lichtquellen ein – etwa eine Pendelleuchte, eine Stehleuchte und ein bis zwei Tischleuchten.
Die richtige Farbtemperatur
Die Farbtemperatur wird in Kelvin (K) angegeben und entscheidet darüber, ob Licht warm und gemütlich oder kühl und sachlich wirkt. Für Wohnräume empfehlen wir warmweißes Licht um 2700 Kelvin. Es lässt Holz, Textilien und Hauttöne natürlich erscheinen und schafft Geborgenheit. Kühleres Licht ab 4000 Kelvin passt besser in Küche, Bad oder Arbeitsbereich.
Dimmen für maximale Flexibilität
Dimmbare Leuchten sind der einfachste Weg, einen Raum flexibel zu machen: helles Licht beim Aufräumen oder Spielen, gedämpftes Licht für den entspannten Filmabend. Achten Sie beim Kauf auf dimmbare Leuchtmittel und passende Dimmer – und planen Sie diese am besten schon bei der Elektroinstallation mit ein.
7 Tipps für die Lichtplanung im Überblick
- Mindestens drei Lichtquellen pro Wohnzimmer einplanen
- Warmweißes Licht (ca. 2700 K) für Wohnbereiche wählen
- Lichtquellen auf verschiedenen Höhen verteilen (Decke, Wand, Tisch, Boden)
- Dimmer für Atmosphäre und Flexibilität einsetzen
- Akzente setzen: Kunst, Regale und Pflanzen gezielt beleuchten
- Blendung vermeiden – Leuchtmittel nie frei ins Auge strahlen lassen
- Eine durchgängige Lichtstimmung über den ganzen Raum schaffen
Welche Leuchten eignen sich?
Für stimmungsvolles, hochwertiges Licht lohnt sich der Blick auf Designmarken wie FLOS oder serien.lighting. Sie verbinden präzise Lichttechnik mit zeitlosem Design. Eine Übersicht aller Leuchten- und Möbelmarken finden Sie auf unserer Markenseite.
Sie möchten Ihre Beleuchtung professionell planen lassen? Wir beraten Sie in unserem Showroom in Bad Vilbel bei Frankfurt und entwickeln ein stimmiges Lichtkonzept für Ihre Räume. Vereinbaren Sie dazu einfach einen Beratungstermin.
