Mailand 1960: Wo Ingenieurskunst auf Design trifft

Artemide wurde 1960 in Mailand von Ernesto Gismondi und Sergio Mazza gegründet — die erste Leuchte, Alfa, war bereits ein Jahr zuvor entstanden. Gismondi selbst war kein klassischer Designer, sondern Luft- und Raumfahrtingenieur mit Abschlüssen vom Politecnico di Milano und einer Ausbildung in Raketentechnik. Diese technische Prägung wurde zum Markenkern von Artemide: Licht wird hier nicht dekoriert, sondern konstruiert. Bis zu seinem Tod 2020 leitete Gismondi Produktion, Vertrieb und Forschung des Unternehmens und wurde 2018 mit dem Compasso d'Oro für sein Lebenswerk ausgezeichnet — die höchste Designauszeichnung Italiens.

Design-Ikonen, die Geschichte schrieben

Mit Tizio (1972) schuf Richard Sapper für Artemide die erste Halogen-Arbeitsleuchte der Welt — ein technisches wie ästhetisches Statement, das heute in der permanenten Sammlung des MoMA New York steht. 1987 folgte mit Tolomeo von Michele De Lucchi und Giancarlo Fassina eine der meistverkauften Design-Leuchten überhaupt, ausgezeichnet mit dem Compasso d'Oro 1989 und bis heute Sinnbild für „Made in Italy". Beide Leuchten stehen exemplarisch für die Artemide-Philosophie: radikale Funktionalität, präzise Gelenktechnik und eine Formensprache, die Licht sichtbar macht, ohne zu blenden.

Innovation als Auftrag: „The Human Light"

Artemide versteht sich seit jeher als Forschungslabor für Licht, nicht nur als Leuchtenhersteller. Unter dem Leitmotiv „The Human Light" entwickelt die Marke Beleuchtungslösungen, die sich am menschlichen Bio-Rhythmus orientieren, App-gesteuert und DALI-fähig sind und höchste Lichtqualität mit Energieeffizienz verbinden. Diese Forschungsarbeit hat Artemide zu einem der führenden Anbieter im Bereich der architektonischen Beleuchtung gemacht — weit über die klassische Tisch- oder Stehleuchte hinaus.

Der Trend zum Schienensystem: A.24 Magnetic Track

Auch bei Artemide zeigt sich derzeit deutlich, wohin sich moderne Lichtplanung entwickelt: zurück zur Schiene — allerdings in radikal neu gedachter Form. Mit dem A.24 Magnetic Track System, entwickelt von Designerin Carlotta de Bevilacqua, entsteht ein nur 24 mm schmales, filigranes Profil, das als Decken-, Pendel- oder Einbauversion Licht förmlich „in den Raum zeichnet". Über das eigens entwickelte Artemide-SELV-Sicherheitssystem lassen sich Spots wie der Vector-Strahler frei auf der Magnetschiene positionieren, einzeln über App oder DALI steuern und jederzeit neu anordnen. Ergänzt wird dieses System durch Algoritmo, ein modulares Architekturprofil für Decken- und Wandeinbau, das Grund-, Richtungs- und Akzentlicht in einem einzigen Aluminiumkörper vereint. Wir sehen dieses Prinzip — flexible, magnetisch bestückbare Lichtlinien statt starrer Einbauspots — als einen der stärksten Trends in unseren aktuellen Lichtplanungsprojekten im Rhein-Main-Gebiet.

Artemide in Bad Vilbel: Ihr Ansprechpartner vor den Toren Frankfurts

In unserem Showroom in Bad Vilbel — rund 15 Autominuten von der Frankfurter Innenstadt und ebenso gut aus Offenbach, Bad Homburg oder Friedberg erreichbar — erleben Sie ausgewählte Artemide-Leuchten live: Lichtfarbe, Streuverhalten und Wirkung im Raum lassen sich hier unmittelbar beurteilen. Für Kundinnen und Kunden im gesamten Rhein-Main-Gebiet sind wir damit ein kompetenter, herstellerübergreifender Ansprechpartner für Artemide. Im Rahmen unserer Lichtberatung und Lichtkonzeption entwickeln wir gemeinsam ein stimmiges Beleuchtungskonzept aus direktem, indirektem und dekorativem Licht — ob klassische Leuchte oder modernes Magnetschienensystem.